EINE NACHT IN VENEDIG

Operette in drei Akten von Johann Strauss (1825-1899)
Libretto von F. Zell und R. Genée (1883)

Carneval in Venedig: Die Ankunft des Herzogs von Urbino steht bevor. Dieser ist als Frauenverführer allgemein bekannt. Die Senatoren beschließen, diesmal ihre Frauen nicht zum festlichen Treiben mitzunehmen, um herzogliche Annäherungsversuche im Keime zu ersticken. Senator Delacqua will seine Frau Barbara über die Carnevalstage sogar in ein Frauenkloster auf die Insel Murano bringen. Allerdings ist der Koch des Senators ein Freund des Makkaronikochs Pappacoda, der die Absicht seines Herrn dem Leibbarbier des Herzogs, Caramello, mitteilt. Letzterer trifft nach längerer Zeit Annina wieder, die wiederum die Milchschwester Barbaras ist. Der Plan ist rasch gefasst: Caramello wird der Gondoliere sein, der Barbara aus dem Haus Delacquas abholen und - doch nicht etwa nach Murano ? - bringen wird.

Die Partitur gilt als eine der einfallsreichsten von Johann Strauss. Meisterhaft ist das venezianische Kolorit eingefangen. Die Operette enthält zahlreiche Melodien, die geradezu Schlager geworden sind, wie das Gondellied („Komm’ in die Gondel"), der Lagunenwalzer („Ach, wie so herrlich zu schau’n") und vieles andere mehr. Johann Strauss war schon 46 Jahre alt, ein gefeierter, von der ganzen Welt verehrter Komponist der Unterhaltungsmusik, eben der König des Walzers, als er seine erste Operette komponierte: „Indigo" (1871). Die treibende Kraft hinter Johann Strauss waren seine erste Ehefrau Jetty Treffz, eine ehemalige Sängerin, und das Direktorengespann am Theater an der Wien Hans Steiner und Marie Geistinger. 1883 kam „Eine Nacht in Venedig" heraus. Wie schrieb ein Berliner Kritiker zur Melodie des Lagunenwalzers: „Nachts sind die Katzen ja grau, nachts tönt es zärtlich miau ..."

Musikalische Leitung: Martin Lukas Meister
Regie: Anja Sündermann
Chor: Nikolaus Netzer
Ausstattung: Manfred Breitenfellner

Premiere: 15. April 2004 im Großen Haus

 

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