JOHN GABRIEL BORKMAN

Schauspiel von Hendrik Ibsen (1828-1906)
"Du hast aus dem Recht deiner Liebe ein Handelsgeschäft gemacht. Hast meine Liebe verkauft für den Posten eines Bankdirektors. Du hast mich um das Glück der Frau und Mutter betrogen. Was dir das Liebste auf der Welt war, das hast du bedenkenlos verschachert! Um schnöden Gewinns willen." (Ella in "John Gabriel Borkmann")
Der frühere Bankdirektor John Gabriel Borkmann hat sich am Vermögen seiner Bankkunden vergriffen und damit einen Finanzskandal ausgelöst, für den er lange Jahre ins Gefängnis musste. Die Jahre nach seiner Entlassung hat er im obersten Stockwerk seines Hauses verbracht, voller Gram und Wut auf die Welt um ihn herum. Nur seinem alten Jugendfreund Foldal und dessen Tochter Frida, die ihm ab und zu auf dem Klavier vorspielt, erlaubt er einen Besuch. Ein Stockwerk unter ihm lebt seine Frau Gunhild, die er
aus Karrieregründen und der Mitgift wegen seiner wahren Liebe, Gunhilds Zwillingsschwester Ella, vorgezogen hat. Jegliche Kommunikation zwischen den Eheleuten ist versiegt. Beide jedoch setzen ihre Hoffnung in ihren einzigen Sohn Erhart, der mit seinem Leben Wiedergutmachung leisten soll.
An einem stürmischen, verschneiten Abend steht Ella plötzlich vor der Tür. Sie ist todkrank und möchte Erhart, der bei ihr wohnte, als Borkmann im Gefängnis saß, zu sich zurück holen. Erstarrte Emotionen brechen auf, die Nacht der Abrechnung ist gekommen.
Inszenierung: Klaus-Peter Nigey
Bühne: Gerrit Schulze Uphoff
Kostüme: Sybille Gänßlen-Zeit
Licht: Frank-M. Kasch
Premiere: 22. Februar 2003 im Podium |