Ödön von Horváth (1901-1938)

KASIMIR UND KAROLINE

Volksstück (1932)

 

Und die Liebe höret nimmer auf.

 

Schauplatz ist das Münchner Oktoberfest, mit seiner Achterbahn, seinen Abnormitäten und Vergnügungen.

Kasimir hat gerade seine Arbeit als Chauffeur verloren. Er geht mit seiner Karoline auf den Rummelplatz. Karoline will sich heute abend amüsieren und den über München schwebenden Zeppelin, die Sensation des Tages, bewundern. Der wegen seiner Arbeitslosigkeit gedemütigte Kasimir glaubt nicht, daß Karoline ihn trotzdem liebt. Er ist schlecht gelaunt und unfreundlich. Karoline bandelt mit dem Zuschneider Schürzinger an, der sie linkisch seinem Chef, dem ältlichen Kommer-zienrat Rauch überläßt.

Kasimir trifft den Merkel Franz und seine Braut Erna. Bei einem versuchten Autodiebstahl wird Merkel verhaftet und Kasimir verbindet sich mit Erna. Rauch und Karoline sind unterdessen zu einer Autofahrt über Land aufgebrochen. Als Rauch einen Herzanfall bekommt und Karoline ihm quasi das Leben rettet, schickt er sie weg, um nicht kompromittiert zu werden.

Ein Versöhnungsversuch mit Kasimir schlägt fehl und Karoline kehrt resigniert zu Schürzinger zurück.

 

Die Ballade vom arbeitslosen Chauffeur Kasimir und seiner Braut

Karoline ist heute fester Bestandteil deutschsprachiger Bühnen. Das Volksstück spiegelt das Alltagsleben einfacher Leute. Die Darstellung des Einzelschicksals entlarvt die Symptome allgemeiner gesellschaftlicher Notstände.

 

Inszenierung: Klaus-Peter Nigey

Bühne und Kostüme: Klaus Hellenstein

Musikalische Leitung: Markus Munzer-Dorn

 

Premiere: 28. September 2000 im Großen Haus

 

 

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