Friedrich Dürrenmatt (1921-1990)

DER BESUCH DER ALTEN DAME

Komödie der Hochkonjunktur (1955)

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Foto: Gerhard Kolb

GELD REGIERT DIE WELT: Die Milliardärin Claire Zachanassian kehrt in ihren verarmten Heimatort Güllen zurück, aus dem sie vor vierzig Jahren mit ihrem unehelichen Kind schmachvoll vertrieben worden war.

GLÜCKLICH IST, WER VERGISST: die Güllener hoffen, ihre zu Reichtum gekommene ehemalige Mitbürgerin werde sich als Wohltäterin erweisen. In der Tat ist Claire Zachanassian bereit, der Stadt und ihren Bürgern eine Milliarde zu schenken - unter der Bedingung jedoch, daß Alfred Ill, ihr ehemaliger Geliebter und Vater ihres Kindes, der sie verließ, getötet und ihr zu Füßen gelegt wird.

Natürlich ist die Entrüstung der Güllener groß, empört weisen sie den unmoralischen Handel zurück. DU SOLLST NICHT TÖTEN - steht doch schon in der Bibel. Aber wie soll es weitergehen? Kann man denn allen Mitbürgern trauen? Die ersten, hört man, sollen schon Schulden machen und bei Kaufleuten anschreiben lassen - aber ein „Auftragsmord" wegen eines bißchen Gelds ist doch unter unseren Verhältnissen undenkbar, oder?

 

Dürrenmatts DER BESUCH DER ALTEN DAME war von Beginn an ein uneingeschränkter Publikumserfolg. Themen wie Heuchelei, religiöse und sittliche Verlogenheit, Geldgier oder die brutale Seelenlosigkeit der Gesellschaft haben bis heute nichts von ihrer Aktualität eingebüßt.

 

Regie: Wolfgang Hagemann

Bühne und Kostüme: Oliver Kostecka

 

Premiere: 15. Februar 2001 im Großen Haus

 

 

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